1861
Der "Gemeinderath" der Stadt Diez schloss mit einem Herrn J.P.C.
Faßbender aus Michelbach einen Vertrag, dessen Gegenstand "
die Errichtung einer Gasanstalt in hiesiger Stadt und
die Beleuchtung
der Straßen, öffentlichen Gebäude sowie der Privathäuser"
war. Faßbender erwarb dadurch mit seiner Firma das ausschließliche
Recht, "in den Straßen und Plätzen der Stadt Diez eine Röhrenlegung
für Leuchtgas zu bewerkstelligen auf die Dauer von fünf und zwanzig
Jahren". 32 Paragrafen regelten jedes Detail, u.a. Verbrauch und Helligkeit
der Gaslaternen oder die Pflichten des Gaslieferanten bei Laternenausfall.
1862
In Diez begann das Gaszeitalter. unter dem Namen "Diezer Gasbe-leuchtungsgesellschaft"
lieferte Faßbender nicht nur zu Beleuchtungszwecken Gas, sondern
auch zum Kochen und Heizen. Hergestellt wurde diese junge Energie aus
Steinkohle. Zum ersten Mal kamen die Bürger in den Genuss hell erleuchteter
Straßen und Plätze - dank 45 Gaslaternen.
1902
Die Stadt übernahm die Gasbeleuchtungsgesellschaft. Der Kaufpreis
betrug 62.000 Reichsmark. In diesem Jahr wurden 152.000 m³ Gas an
die Verbraucher geliefert und 450 Zähler installiert. Der Preis für
Leuchtgas betrug 20 Pfennig pro Kubikmeter, für Koch- und Heizgas
nur 15 Pfennig pro Kubikmeter.
1953
Größere Investitionen für die Modernisierung des Gaswerks
standen an. Zu dieser Zeit wurde die Ruhrgas-Fernleitung von Montabaur
nach Diez verlängert. So entschloss man sich, die städtische
Eigenerzeugung stillzulegen und Ferngas zu beziehen.
1972
Am 4. Juli strömte zum ersten Mal das saubere Erdgas durch die Leitungen
und löste das Kokereigas ab.
1981 - 198
Anschluß der Gemeinden Altendiez, Heistenbach und Birlenbach an
das Netz der Stadtwerke Diez.
1989
Umwandlung der Stadtwerke Diez in eine GmbH.
2005
Abriss des alten Verwaltungsgebäudes und Bezug des Neubaus.
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